»Umarmung« und »Kuss« (2023)
Aus der Serie »love«
interaktive/partizipative Skulpturen (Duett)
»Umarmung«
Diese textile Skulptur in Form eines Stuhls mit langen Armen ist ein Ort für Berührung. Dort, wo Berührung oft fehlt. Sie entstand aus einer Auseinandersetzung mit Einsamkeit und dem Wunsch, gehalten zu werden, ohne Worte. Der Stuhl umarmt: bedingungslos, weich, anwesend. Seine übergroßen Arme legen sich um den Körper der sitzenden Person, spenden Wärme und erzeugen Geborgenheit.
In einer Zeit, in der psychische Belastungen zunehmen und viele Menschen sich isoliert fühlen, ist »Umarmung« eine stille Geste der Zuwendung. Ohne Erklärungen. Ohne Fragen.
Eine Einladung zum Innehalten, Spüren, Gesehenwerden und zum Spielen.
»Kuss«
Die zweite Skulptur aus derselben Serie zeigt eine überdimensionierte Stoffzunge, die sich vom Stuhl aus nach vorn wölbt. Sie spielt mit dem körperlich-kommunikativen Moment der Sprache: als lustvolle, irritierende Geste, die Nähe herstellt und Grenzen berühren oder überschreiten kann.
Duett
Beide Objekte spiegeln die Ambivalenz von Kontakt und Distanz:
Wie viel Nähe tut gut?
Wie viel ist zu viel?
Die beiden Skulpturen sind mit Unterstützung der Modedesignerin Sarah Bantle (H51) entstanden.
Impressionen von Ausstellungen
Bilder
Miriam Köpf
Dennis Ströbele
Dijana Hammans