Goldene Bande (2026)

Soziale Konstruktion aus 100 Folienballons, Schnur, Atemluft 

Video der Performance

bis zum 20.06.2026 im Kunstbezirk zu sehen.

Impressionen:

Für diese partizipative Performance im Rahmen der Vernissage zur Ausstellung

»Die Erinnerung erfinden wir uns selbst – 100 Jahre GEDOK«

 

lud ich Besucher*innen dazu ein, Teil eines kollektiven Moments zu werden.

100 goldene Folienballons in Form der Zahl Null wurden durch den Atem der Besucher*innen mit Luft gefüllt. Ein scheinbar leeres Symbol, das durch Anwesenheit, Bewegung und gemeinsames Handeln Bedeutung erhielt.

 

Auf Rollschuhen bewegte ich mich langsam durch die Menschen, verteilte die Ballons und verband die einzelnen Nullen im Verlauf des Abends zu einer wachsenden Struktur, die sich organisch durch den Raum zog.

 

So entstand ein sichtbares Zeichen für das, was zwischen uns liegt: Verbindung, Offenheit und gemeinsamer Raum. Fremde wurden Teil eines gemeinsamen Körpers. Ein flüchtiger Moment wurde zu einem kollektiven Kunstwerk. In jedem Ballon bleibt der Atem eines Menschen eingeschlossen — als Spur von Anwesenheit und geteilter Zeit.

 

»Goldene Bande« versteht Erinnerung nicht als etwas Festes, sondern als etwas, das zwischen Menschen entsteht und sich im gemeinsamen Moment immer wieder neu erfindet.

Hintergrund zur Ausstellung:

Anlass für die Ausstellung ist die Gründung der GEDOK in Hamburg im Jahr 1926 von Ida Dehmel. Sie war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich über alle Gattungsgrenzen und Gesellschaftsschichten hinweg für Kunst und Frauenrechte einsetzte. Als Thema der Ausstellung dient das Zitat von Eva Zippel (*1937), Bewohnerin des Stuttgarter GEDOK-Hauses der ersten Stunde (1954): ›Die Erinnerung erfinden wir uns selbst‹. Erinnerungen sind identitätsstiftend, in Stein gemeißelt sind sie aber nicht, denn das Gedächtnis ist kein perfekter Speicher. Es gibt auch ein von Institutionen gestaltetes kollektives Gedächtnis. Die ausgestellten Werke spannen einen Bogen von persönlichen Erinnerungen zu Erinnerungskulturen und von der Dissonanz zur Kongruenz zwischen Erlebtem und Erinnertem.

 

Teilnehmende Künstlerinnen:

Beate Baumgärtner

Dijana Hammans

Susanne Hofmann

Gisela Jäckle

Anja Klafki

Elke Lehmann

Johanna Mangold

Lena Meinhardt & Eva Dörr

Susanna Messerschmidt

Chris Nägele

Stefanie Reling-Burns

Eva Schmeckenbecher

Ina Schneider

Cosima Schuba

Ingrid Schütz

Dorothee Silbermann

Birgit Werner

Daniela Wolfer

 

 

DANKE AN:

Bilder- & Videoaufnahmen: Clara Neumann

Kostüm: Mantel von Sanna Patrick